21.11.2017 - WIFI Talk mit Sabine Tichy-Treimel

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Sabine Tichy-Treimel und Thomas Wachter

Mit Disziplin, Mut und Glück schafft man viel!

Sabine Tichy-Treiml, seit knapp einem Jahr Geschäftsführerin der Messe Dornbirn, war vor Kurzem beim zehnten WIFI-Talk in der Wirtschaft in Dornbirn zu Gast bei Institutsleiter Thomas Wachter.

Aufgewachsen im Oberland war schon in der Kindheit klar, dass Disziplin und gute schulische Leistungen wichtig sind: „Meine Eltern haben sehr darauf geachtet, dass meine Schwester und ich konsequent lernen und beide Matura machen.“ Konsequenz, Zielstrebigkeit, Fleiß und Herzblut seien auch heute noch die Eigenschaften, die sie auszeichneten. „Für mich sind Ziele im Leben wichtig, aber den genauen Karriereplan gab es nicht. Oft spielte der Zufall mit und der eiserne Wille, etwas zu erreichen.“

 

Nach der Matura entschloss sie sich, das HAK-Kolleg zu machen. Anschließend war sie als Verkaufsassistentin, Exportsachbearbeiterin und Marketingassistentin in verschiedenen Unternehmen tätig. Nach ein paar Jahren wollte sie sich beruflich in Richtung Marketing verändern und gleichzeitig auch etwas von der Welt sehen.

 

Per Zufall kam ein Jobangebot einer Liechtensteiner Werbeagentur. Dieses Angebot wollte sie zuerst eigentlich gar nicht annehmen, ließ sich aber vom Chef persönlich überreden: „Es war Harti Weirather, das Skiidol meiner Kindheit!“ Damit begann ihr Weg ins Live-Marketing. Bis 2007 war sie als Projektleiterin großer Sportevents wie dem Skiweltcup und der Formel 1 rund um den Globus im Einsatz. „Das war wirklich eine spannende Zeit, wir arbeiteten eng mit großen Kunden zusammen und kreierten tolle Events.“ Sie war in dieser Zeit auch für das Hahnenkammrennen in Kitzbühel verantwortlich. „Bei einem solchen Event ist der Stresspegel natürlich enorm. Alles muss auf die Minute perfekt passen, das Team muss gut funktionieren. Vor allem das Wetter hat unsere Nerven regelmäßig aufs Äußerste strapaziert“, so Tichy-Treiml.

 

Nach elf Jahren entschloss sie sich beruflich zu verändern. Nach den Gründen gefragt, sagt sie: „Irgendwann wollte ich wieder zurück in die Heimat. Außerdem spürte ich, dass ich diese Belastung nicht auf Dauer aushalten würde. Wenn man in einem Hotelzimmer aufwacht und nicht mehr weiß, bin ich in Barcelona oder Mailand, dann muss man etwas ändern.“

 

Ihr beruflicher Weg führte sie in eine weitere Männerdomäne: Sie übernahm bis 2016 die Marketingleitung der Brauerei Fohrenburg. Gleichzeitig absolvierte sie im WIFI Vorarlberg den Universitätslehrgang Business Manager MSc und schloss ihn mit „ausgezeichnetem Erfolg" ab. „Weiterbildung hat mich die gesamte Berufszeit begleitet und weitergebracht. Die Inhalte des Master-Lehrganges haben mich perfekt auf meinen jetzigen Job vorbereitet.“

 

Seit knapp einem Jahr ist sie Geschäftsführerin der Messe Dornbirn und führt ein Team von 30 Mitarbeitern. Ihre Führungsphilosophie lautet: Das Ohr an den Mitarbeitern haben und ihnen Freiraum für eigenständiges Arbeiten geben.

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